GRUSSWORTE


Grußwort Landeshauptmann-Stellvertreter Ferdinand Eberle






Die Chance unserer Zeit, aus etwas ehemals Trennendem – nämlich einer Station der Grenzpolizei – etwas Verbindendes zu machen, ist schon bemerkenswert. Ich gratuliere zu dieser grenzüberschreitenden waldpädagogischen Initiative mit ihrem wichtigen Ziel, Einheimische wie Feriengäste über den Bergwald zu informieren.
In dicht besiedelten Gebirgsländern wie Tirol und in Teilen Bayerns hat der Wald neben der Produktion des ständig nachwachsenden Rohstoffes Holz auch andere, für die Gesellschaft oft äußert wichtige Aufgaben zu erbringen. Er bietet Schutz vor Naturgefahren und mildert Klimaextreme, er filtert Schadstoffe aus der Luft und sorgt für gutes Quellwasser, Erholungssuchenden wie Naturliebhabern ist er wegen seiner Naturnähe gern besuchte Stätte der Regeneration. Gleichzeitig ist er für zahllose Tierarten, sowohl Säugetiere, Vögel und Insekten wichtigster Lebensraum.

Wegen der Vielfalt der Ansprüche an unsere Bergwälder besteht die Gefahr, dass ihre Leistungsfähigkeit überfordert wird. Hier ist es Aufgabe der Fachleute, solche Entwicklungen rechtzeitig aufzuzeigen. Die Weitergabe von Wissen, um dadurch Verständnis und Akzeptanz für den Wald und seine richtige Bewirtschaftung neben den Eigentümern auch bei den anderen Waldnutzern zu entwickeln, ist überaus wichtig. Das Walderlebniszentrum Ziegelwies stellt mit seiner Lage an der Grenze zwischen Bayern und Tirol eine geradezu ideale Stätte dar, um am Objekt Wald dessen Funktionen und Wirkungen zu demonstrieren.

Ich wünsche den Bayerischen wie Tiroler Forstleuten bei ihrer waldpädagogischen Aufgabe Freude und Erfolg und dem gemeinsamen Projektvorhaben ein gutes Gelingen!

 

Ihr

Ferdinand Eberle

Landeshauptmann-Stellvertreter von Tirol





Grußwort von Staatsminister Josef Miller




Das Wissen über die Natur in unserer Gesellschaft schwindet zusehends. Deshalb unterstütze ich Projekte, bei denen es darum geht, das Interesse der Bürger an Wald und Bäumen zu wecken und über die Forstwirtschaft zu informieren.

Priorität hat dabei das Erleben vor Ort. Mit dem Walderlebniszentrum Füssen - Ziegelwies verfügt das Allgäu - und damit meine Heimat - in diesem Bereich ab sofort über ein besonders attraktives Angebot. Obwohl es schon eine Reihe von nachahmenswerten Vorbildern hat, ist das neue Walderlebniszentrum in verschiedener Hinsicht ein Novum. Besonders zu erwähnen ist, dass hier durch intensive Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern aus Tirol zukunftsweisende Verbindungen über die Grenzen hinweg geschaffen werden. Damit wird das Zentrum zu einem bemerkenswerten Symbol für das Zusammenwachsen Europas.
Um ein solches Projekt zum Erfolg zu bringen, braucht es engagierte Menschen und ausgereifte Ideen. Und die Fähigkeit im rechten Moment die Chance zur Realisierung zu ergreifen. Das ist dem Trägerverein „Walderlebniszentrum Ostallgäu-Außerfern e.V." hervorragend gelungen. Dabei gab es von Beginn an eine intensive Kooperation mit dem Forstamt Füssen. Die Bayerische Staatsforstverwaltung unterstützt das Projekt zudem durch Überlassen des Gebäudes zu günstigen Konditionen und stellt mit Peter Geiger den künftigen forstlichen Leiter des Walderlebniszentrums.
Es scheint wirklich nicht übertrieben, wenn ich feststelle, dass das Walderlebniszentrum Ziegelwies im Zusammenspiel mit dem benachbarten Forstamt als "Grünes Zentrum" eine große Chance für die Stadt Füssen, das Ostallgäu und das Außerfern darstellt.
Ich wünsche allen Verantwortlichen bei ihrer künftigen Arbeit viel Erfolg und Freude und den Besuchern einen ebenso angenehmen wie informativen Aufenthalt.


  Josef Miller

Staatsminister